Sportverein präsentiert stabile Grundlagen und streitet über Anträge

Fast 50 Personen sind ins Clubhaus „Im Stern“ zur Mitgliederversammlung (MV) 2020 gekommen, obwohl keine Mitgliederehrungen stattfanden. Das wird in diesem Jahr beim Festakt anlässlich des 90jährigen Bestehens am 24.04. gemacht (durch die aktuelle Lage wird der Termin neu bekannt gegeben). Auch heute kann der Vorstand der Spvg. Niedermark ein positives Jahresergebnis präsentieren.

"Im Vorstand und auch in den Abteilungen ist erfolgreich gearbeitet worden. Ihr alle habt die wirtschaftlichen Grundlagen des Vereins solide weiter entwickelt. Die Zusammenarbeit mit Rat und Verwaltung der Gemeinde Hagen und den Nachbarvereinen entwickeln sich positiv. Es fällt auf, dass ihr das zusammen mit viel Freude und Spaß macht. Mit dieser Basis gestaltet ihr eure wichtige Rolle im sozialen Miteinander unserer Gemeinde", fasst der erste Gemeinderat, Markus Hestermeyer seine Eindrücke zusammen. Er ist als Versammlungsleiter für die Entlastung des Vorstands gewählt, die dann einstimmig nach dem sehr positiven Bericht der Kassenprüfer erfolgt. Alle Kandidat*innen bei den anschließenden Wahlen zum Vorstand und zu Ressorleitungen werden ebenso einstimmig in ihren Funktionen bestätigt. Somit können Jürgen Witte, Angelika und Marion Gausmann, Elke Buller und Werner Holkenbrink ihre Aufgaben zwei weitere Jahre wahrnehmen. "Ich freue mich sehr, dass ich mit euch zusammen unsere gute Zusammenarbeit fortsetzten darf", lässt der 1. Vorsitzende, Norbert Niemeyer keinen Zweifel daran, dass zwischen Vorstand und Ressor- und Abteilungsleitungen Spass und Freude herrschen. "Das darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass offene Fragen gelöst und schwierigen Entwicklungen entgegen getreten werden muss. Engpässe in einigen Bereichen und liegenbleibende Aufgaben belasten die insgesamt positive Entwicklung", nimmt Geschäftsführer Werner Menkhaus noch nicht gelöste Probleme in den Blick.
In der Beitragsordnungen werden die Einzugstermine für die Beiträge verändert – auch diese Entscheidung erfolgt wie alle übrigen des heutigen Abends einstimmig.

Anstelle der sonst üblichen Ehrungen der Jubiläen für langjährige Vereinsmitglied-schaften steht in diesem Jahr die Diskussion zweier Anträge, die von Mitgliedern schriftlich gestellt worden sind. Beide Anträge beschäftigen sich mit den Beiträgen für Rentner*innen. In der Spvg. müssen aktive Senior*innen den Erwachsenenbeitrag zahlen, beim Hagener SV wird von dieser Personengruppe ein reduzierter Beitrag erhoben. "Das führt im Rahmen der Kooperation beider Vereine zu ungleicher Behandlung von Sportlern, die in denselben Gruppen aktiv miteinander sind. Alle Mitglieder beider Vereine können ja alle Angebote aller Abteilungen wahrnehmen, die nicht Wettkampfsport sind", begründen Sportler der Männergruppe Ü 60 ihren Antrag. "Wir wollen eine Überprüfung dieser unterschiedlichen Behandlung unserer Altersgruppe." Der Antragsteller des anderen Antrags wirbt für seine Position, dass die Beiträge von Rentner*innen aufgrund ihrer häufig niedrigen Bezüge geringer als die der Erwachsenen ausfallen müssten. Zudem könnten so finanzielle Anreize zur Übernahme von (ehrenamtlichen) Aufgaben und Vereinsbindungen geschaffen werden. Viele Anwesende bringen demgegenüber ihre Skepsis zum Ausdruck. Es sei doch selbstverständlich, dass aktive Sportler*innen unabhängig davon, ob sie Rentner seien, einen Aktivenbeitrag zu leisten hätten. Hinzu komme, dass die Beiträge anderer Gruppen erhöht werden müssten, wenn die jetzigen Einnahmen von Rentner*innen wegfielen. Da das Thema nicht ausreichend diskutiert werden und aus formalen Gründen bei dieser MV auch keine Entscheidungen abgestimmt werden können, nimmt der Vorstand die Bitte der Versammlung mit, mit dem Vorstand des HSV nach Lösungen zu suchen, das Problem der unterschiedlichen Beiträge für Rentner*innen in beiden Vereinen gelöst zu bekommen.